Simultanturnier 2010

         Großmeister Vlastimil Hort - Ford Schachfreunde Köln

                     30 Teilnehmer  24 Siege und 6 Remis

            Die Ford Schachfreunde – Köln bedanken sich bei

                                        Großmeister Vlastimil Hort

                  für die hervorragende Simultanveranstaltung.

                                      Ergebnisse und Bericht

 

Name

Vorname

-

Name

Vorname

Erg

Hort Vlastimil - Chaa Mustafa 1

-

0
Hort Vlastimil - Polotowski Abraham 1

-

0
Hort Vlastimil - Feingold Jakov 1

-

0
Hort Vlastimil - Hähne Max – Peter 1

-

0
Hort Vlastimil - Heilmann, Dr Bernhard 1

-

0
Hort Vlastimil - Kühlwein Ralf 1

-

0
Hort Vlastimil - Distelrath Stephan ½

-

½
Hort Vlastimil - Frak Christian 1

-

0
Hort Vlastimil - Aquilino Pasquale 1

-

0
Hort Vlastimil - Blaickner Mark 1

-

0
Hort Vlastimil - Bekritzky Grigory 1

-

0
Hort Vlastimil - Bekritzky Evgeni 1

-

0
Hort Vlastimil - Ohrenlikher Milhail 1

-

0
Hort Vlastimil - Fokken Achim ½

-

½
Hort Vlastimil - Juric Marko ½

-

½
Hort Vlastimil - Preehl Franz – Josef 1

-

0
Hort Vlastimil - Löffler Hans 1

-

0
Hort Vlastimil - Sandmann Walter 1

-

0
Hort Vlastimil - Loffei Michail 1

-

0
Hort Vlastimil - Westphal Gerhard 1

-

0
Hort Vlastimil - Mag Martina ½

-

½
Hort Vlastimil - Jordans Ralph 1

-

0
Hort Vlastimil - Linke Michael 1

-

0
Hort Vlastimil - Lenk Ulrich ½

-

½
Hort Vlastimil - Sommer Stefan 1

-

0
Hort Vlastimil - Cordts Ingo 1

-

0

Hort

Hort

Vlastimil

Vlastimil

-

Cordts

Cordts

Leon

Christian

1

1

-

-

0

0

Hort Vlastimil - Osiwatsch Artur 1

-

0
Hort Vlastimil - Proba Stefan 1

-

0
Hort Vlastimil - Dahm Bernd ½

-

½

 

Simultanturnier mit Großmeister Vlastimil Hort

Sympathische Schachlegende

Von Stefan Sommer, 22.12.10,07:00h

Der gebürtig aus Tschechien stammende Großmeister Vlastimil Hort ist bei den Ford Schachfreunden Köln zu einem Simultanturnier mit 30 Gegnern zugleich angetreten. Nur sechs von ihnen trotzten dem einstigen Boris-Spasski-Herausforderer ein Remis ab.

Köln - „Alläs wunderbaar." Auch nachts um eins feuert sich Vlastimil Hort nach jeder Runde noch mit kräftiger Stimme an. Das ist unüberhörbar für seine Gegner. Zu diesem Zeitpunkt sitzen noch fünf von anfangs 30 Schachspielern am Brett. Die anderen hat der Großmeister, dessen Dialekt seine tschechischen Wurzeln auch nach Jahren in Deutschland noch verrät, größtenteils schon besiegt. „Ich glaube, ich werde heute keine Federn lassen", fügt er schmunzelnd hinzu.

Hort ist an diesem Abend zu Gast bei den Ford Schachfreunden Köln. Simultanschach ist harte Arbeit, an den Brettern sitzen zum Teil ehrgeizige Regionalliga-Spieler, die dem Meister das Leben schwer machen wollen. Denn der 66-Jährige ist eine Schach-Legende. 1978 scheiterte er nur ganz knapp im Viertelfinale zur Weltmeisterschaft gegen Boris Spasski - die entscheidende Partei verlor er in Zeitnot. Jahrelang spielte der Wahl-Kölner für die SG Porz in der Bundesliga. Bekannt wurde er aber vor allem als launiger Co-Kommentar von Dr. Helmut Pfleger in der WDR-Reihe „Schach dem Großmeister".

Die meisten guten Schachspieler sind Käuze, aber Hort ist ein besonders liebenswertes Exemplar. Bevor er die Simultan-Runde beginnt, plaudert er so lebendig aus der Schachgeschichte, als hätte er im 18. Jahrhundert selbst gegen Philidor am Brett gesessen. Schnell doziert er noch über ein Paar Problemschach-Stellungen, dann geht es los.

Guinessbuch-Rekod aufgestellt

Über die ersten fünf Züge muss Hort an keinem Brett nachdenken, dann versenkt er sich doch schon öfter mal in eine Stellung. „Ihr könnt euch ruhig gegenseitig konsultieren", räumt er großmütig ein. „Aber lasst die Figuren richtig stehen." Als bei der Analyse einem der Gegner doch einmal ein Springer auf ein anderes Feld gerutscht ist, wird auch der gemütliche Hort kurz laut: „Da verrutscht das Diapositiv in meinem Kopf, das könnt ihr nicht machen."

Ohne ein fotografisches Gedächtnis geht es beim Simultanschach nicht. Hort, der es 1985 einmal mit 636 Spielern aufgenommen hat und es damit ins Guinness-Buch der Rekorde schaffte, braucht außerdem viel schwarzen Kaffee. Anfangs bugsiert er die Tasse mit bemerkenswertem Balancegefühl durch die Reihen, später bleibt auch einmal ein Becher am Brettrand stehen. Nach fast sechs Stunden sind Martina Mag, Bernd Dahm, Achim Fokken, Ulrich Lenk, Marco Juric und Stephan Distelrath hoch zufrieden mit einem Remis. Alle anderen Partien hat der Großmeister gewonnen. Ist er jetzt müde? Ach was, Hort analysiert auch nach dem Kampf noch Partien mit den Amateuren, er hat sie offenbar alle im Kopf. Und dann gönnt er sich doch endlich ein Bier zur Entspannung.